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27.05.2019
Bio-Königin Carina I. zu Gast beim Ledervertrieb Ecopell

Am vergangenen Freitag war die bayerische Bio-Königin Carina I. zu Gast bei dem Unternehmen Ecopell im Oberallgäu. Dort informierte sie sich über die Verarbeitung von pflanzlich gegerbtem Bio-Rindsleder, das vom ökologischen Anbauverband Biokreis zertifiziert wird.

Diese Wertschöpfungskette ist bisher einzigartig in Deutschland: Von der Aufzucht der Tiere bis zum fertigen Schuh garantiert der Bio-Verband Biokreis mit seinem Zertifikat für Bio-Leder höchste ökologische Standards. Sie beinhalten nicht nur die kontrolliert biologische Tierhaltung, sondern auch eine umweltschonende Verarbeitung der Tierhäute.

Darüber informierte sich vergangene Woche die bayerische Bio-Königin Carina I. anlässlich ihres Besuchs bei dem Unternehmen Ecopell. Der Allgäuer Vertrieb für naturbelassenes Leder bündelt die Biokreis-zertifizierten Tierhäute zur weiteren Verarbeitung. Ein Abnehmer ist zum Beispiel der Umweltversand Waschbär, der Schuhe aus dem Biokreis-Leder fertigen lässt.

Weil Bio-Waren zumeist zusammen mit Häuten aus konventioneller Produktion in die Lederherstellung gelangen, ist Bio-Leder bisher noch eine Seltenheit. Dabei, so Bio-Königin Carina I., sollte doch die Bio-Produktionskette auch in diesem Bereich gewährleistet sein: „Mir ist wichtig, dass Bio-Rindern auch nach ihrem Tod die Wertschätzung zuteilwird, die sie auch im Leben erfahren“, so die Repräsentantin der bayerischen Bio-Branche. „Das ganze Tier soll in einen wertschöpfenden Kreislauf eingehen und seinem Wert gemäß vermarktet werden.“

Peter Schomisch, Geschäftsführer der Ecopell GmbH, erklärte der Bio-Königin, wie die umwelt- und ressourcenschonende Verarbeitung der Tierhäute mit Hilfe von pflanzlichen Gerbstoffen und schwermetallfreien Farben funktioniert. Zum Abschluss ihres Besuchs überreichte er Carina I. eine Handtasche aus pflanzlich gegerbten Leder, die zukünftig zur Ausstattung der Bio-Königin gehört.

 

Als erster Bio-Verband hat der Biokreis 2014 Richtlinien für die Herstellung von Bio-Leder erarbeitet. Die sonst in der Lederverarbeitung üblichen schwermetallhaltigen Chromgerbstoffe, Konservierungsmittel, verschiedene Arten der Lederbeschichtung und weitere schädliche Verfahren sind für Biokreis-zertifiziertes Leder verboten. Die Biokreis-Richtlinien orientieren sich hier am einzigen bisher existierenden Standard für nachhaltige und gesunde Lederwaren (IVN-Standard). Sie gehen aber noch einen großen Schritt darüber hinaus: Die Häute müssen von Tieren aus ökologischer Haltung stammen und zur Gerbung sind nur nachwachsende pflanzliche Stoffe zugelassen.

   
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