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Aktuelles
10.02.2015
Nürnberger Erklärung: Nein zur Totalrevision der Öko-Verordnung!

Organisationen der Bio-Branche rufen mit Nürnberger Erklärung den EU-Agrarkommissar Phil Hogan dazu auf,die Kommissionsvorschläge zu einer Totalrevision der EU-Öko-Verordnung vom Tisch zu nehmen.

FÜR MEHR BIO IN EUROPA! NEIN ZUR TOTALREVISION DER EU-ÖKO-VERORDNUNG

Die europäischen Bürger wollen mehr Bio. Dazu brauchen wir mehr Bio-Bauern und Bio-Verarbeiter, die Bio-Produkte erzeugen. Doch statt diese Entwicklung zu unterstützen, hat die EU-Kommission im März letzten Jahres eine Totalrevision der EU-Öko-Verordnung vorgelegt, die den bisherigen Ökolandbau und die Bio-Lebensmittelwirtschaft in Europa massiv in Frage stellt. Europaweit werden dadurch Wachstum und Beschäftigung im Bio-Bereich gefährdet. Die Organisationen der Bio-Branche rufen daher gemeinsam mit ihren Unterstützern dazu auf: Herr Agrarkommissar Hogan, der Kommissions-Vorschlag zur Totalrevision der EU-Öko-Verordnung muss vom Tisch!

Berlin, München, Nürnberg, 10. Februar 2015.Die EU-Kommission stellt selbst fest: Öko-Landbau und Bio-Lebensmittelwirtschaft in Europa würden durch die Totalrevision schrumpfen. „Bio-Lebensmittel erfahren Tag für Tag zunehmenden Zuspruch bei den Verbrauchern in Europa“, erläutert der LVÖ-Vorsitzende Josef Wetzstein, „dafür suchen wir Tag für Tag neue Betriebe, die nach den Richtlinien des Ökologischen Landbaus produzieren. Mit positiven Auswirkungen auf eine saubere Trinkwasserqualität, auf die Artenvielfalt, auf den Klima- und Tierschutz. In vielen Ländern in Europa erfahren wir dafür Unterstützung. Jetzt droht die EU-Kommission diese positive Entwicklung mit einer Vollbremsung zu stoppen. Das müssen und wollen wir verhindern! Denn wir wollen die Wünsche der europäischen Bürger erfüllen!“

Die Vorschläge zu einer Totalrevision der EU-Öko-Verordnung beinhalten eine Abkehr von der Prozesskontrolle, welche die vielfältigen, gesellschaftlichen Leistungen des Ökolandbaus gewährleistet. Erst eine Kontrolle am Endprodukt soll das Produkt zum Bioprodukt machen. Erzeuger und Verarbeiter werden so einem völlig unkalkulierbaren Risiko ausgesetzt. Keine Investitionen und fehlende Umstellung auf Ökologischen Landbau sind die Folge. Letztlich sollen sogar die Bio-Bauern für den Pestizideinsatz der konventionellen Nachbarfelder in Haftung genommen werden. Die Totalrevision schlägt vor, die Landschaften in Europa wie eine standardisierte Produktionsanlage der Industrie zu betrachten. Geografische, klimatische und kulturelle Qualitäten und Besonderheiten finden keinen Platz mehr. „Das ist nicht unser Bild von Europa und der Entwicklung des Ökologischen Landbaus“, kommentiert Josef Wetzstein die Vorschläge der Kommission und fordert: „Eine Weiterentwicklung der gesetzliche Rahmenbedingungen für den Ökolandbau in Europa halten wir für notwendig. Doch der aktuelle Vorschlag ist keine geeignete Verhandlungsgrundlage und muss vom Tisch! “

Daher rufen wir die Landwirte, Unternehmen und Partnerorganisationen auf! Für mehr Bio in Europa! Nein zur Totalrevision der EU-Öko-Verordnung!
Unterstützen Sie die Aktion und unterzeichnen Sie mit auf
www.mehr-bio-in-europa.eu

Eine Hintergrunderklärung zu den Plänen der EU-Kommision finden Sie hier.

   
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