biokreis
Aktuelles
19.05.2014
Stoppen Sie den unzureichenden EU-Vorschlag zu Gentechnik-Anbauverboten!

In dieser Woche entscheiden die Abgeordneten des Bundestages darüber mit, wie sich Deutschland in Brüssel gegenüber nationalen Gentechnik-Anbauverboten positionieren wird. In einem offenen Brief fordert der Biokreis zusammen mit dem BÖLW und vielen weiteren Verbänden die Bundestagsabgeordneten dazu auf, für eine rechtssichere und handfeste Ausstiegsregel ohne Konzerndeals zu stimmen. Denn "wer den Vorschlag der griechischen Ratspräsidentschaft als Fortschritt verkauft, wenn es darum geht, gentechnisch veränderte Pflanzen von unseren Äckern fernzuhalten, übersieht – oder verschweigt – dessen Pferdefüße: es ist vorgesehen, dass vor Einrichtung nationaler Anbauverbote mit den Gentechnik-Firmen verhandelt werden muss. Verhandlungen machen aber nur Sinn, wenn beide Seiten einen Vorteil erzielen können. Deshalb ist klar, auf welches Ergebnis sie hinauslaufen werden: Die Mitgliedsstaaten werden im Austausch gegen die Zustimmung des Unternehmens, im jeweiligen Land keine Inverkehrbringung ihres Gentechnik-Saatgutes zu beantragen, zusichern, der EU-Zulassung der Gentech-Pflanze zuzustimmen. Die Anbauverbots-Regelung würde damit zum Dammbruch und die Europäische Union mit Zulassungen all der Gentech-Pflanzen überschwemmt, die derzeit in der Pipeline stecken", so BÖLW-Vorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein.
Hier gehts noch einmal zum offenen Brief.

Das Foto zur Meldung stammt von einer Campact!-Aktion aus 2006.

   
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