biokreis
Aktuelles
06.05.2014
Europa braucht mehr Bio – nicht weniger!

Der Biokreis erwartet vom EU-Parlament und dem EU-Agrarministerrat, dass sie den Kommissionsvorschlag  zur  Neufassung der EU-Öko-Verordnung zurückweisen. Dieser Vorschlag  ist ein bürokratischer Generalangriff auf die Weiterentwicklung des Ökolandbaus. Eine Implementierung des am 24. März 2014 vorgestellten Verordnungsvorschlags würde zu einer dramatischen Einschränkung der Wirtschaftsgrundlage und zu einem massiven Rückgang des Öko-Landbaus und der Öko-Lebensmittelwirtschaft in Deutschland und Europa führen. Der Biokreis fordert gemeinsam mit der LVÖ Bayern (Landesvereinigung für den Ökologischen Landbau) statt einer grundlegenden Revision die Weiterentwicklung des bestehenden Rechtsrahmens – denn damit lässt sich schneller und mehr Verbraucherschutz erreichen!

Das vollständige Positionspapier der LVÖ Bayern zum Kommissionsvorschlag finden Sie hier.

Unsere Positionen und Forderungen auf einen Blick

Grundsätzlich zum Vorgehen der Überarbeitung der EU-Öko-Verordnung

1. Wir lehnen das bisherige Vorgehen und das eingeleitete Gesetzgebungsverfahren der EU-Kommission entschieden ab!

2. Es besteht keine Notwendigkeit für eine grundlegende Revision der EU-Öko-Verordnung (EC) Nr. 834/2007! Wir lehnen eine Totalrevision ab!

3. Die EU-Kommission gefährdet mit ihrem vorgelegten Verordnungsvorschlag für eine neue EU-Öko-Verordnung die Weiterentwicklung des Öko-Landbaus und der Öko-Lebensmittelwirtschaft in Europa – und damit der Entwicklung nachhaltigerer Landbewirtschaftungsmethoden in Europa! Die Revision führt nicht zu mehr Bio in Europa, wie von Verbrauchern und Politik gewünscht!

4. Die Schlussfolgerungen und Empfehlungen der externen wissenschaftlichen Evaluation sind ernst zu nehmen und zu berücksichtigen.

5. Die Öko-Branche ist am Weiterentwicklungsprozess der EU-Öko-Verordnung umfassend zu beteiligen!

Zum Vorschlagsentwurf der EU-Kommission für eine neue EU-Öko-Verordnung

6. Sowohl die Abkehr von der bewährten prozessorientierten Kontrolle als auch die Einführung spezifischer Bio-Grenzwerte mit zusätzlichen Rückstandskontrollen am Produkt lehnen wir entschieden ab. Wir bestehen darauf, das eigenständige Kontrollsystem der Öko-Lebensmittelwirtschaft beizubehalten und dass die Öko-Kontrolle im Verantwortungsbereich der EU-Öko-Verordnung verbleibt!

7. Die umfassende Festlegung von vielen wichtigen Vorschriften in delegierten Rechtsakten ohne weitere Beteiligung von Sektor-Experten aus der Öko-Branche lehnen wir entschieden ab!

8. Die bisherigen Übergangsregelungen müssen weiterhin möglich sein! Vorschläge, die zu einer überbordenden Bürokratie führen, ohne einen höheren Nutzen für dieBeteiligten, lehnen wir ab. Die EU-Öko-Verordnung muss so gestaltet sein, dass Ökolandbau in allen geographischen Regionen der EU möglich ist!

9. Die EU-Kommission muss den vorgelegten Verordnungsvorschlag zurückziehen! Wir fordern vom EU-Parlament und von den EU-Agrarministern, dass sie den EU-Kommissionsvorschlag nach kritischer Prüfung zurückweisen und von der EU-Kommission einen neuen Verordnungsvorschlag einfordern.

10. Mit einer Fortentwicklung des bestehenden Rechtsrahmens erreicht die EU-Kommission schneller und mehr Verbraucherschutz als mit einer grundlegenden Revision der EU-Öko-Verordnung!

 

 

   
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