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05.12.2013
Boden schützen: Ökolandbau fördern!

Berlin. „CDU/CSU und SPD müssen im Bereich Bodenschutz weitreichende Maßnahmen umsetzen“, fordert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), anlässlich des Internationalen Weltbodentages am 5. Dezember 2013. „Nur intakte Böden können dauerhaft stabile Erträge liefern und CO2 speichern.“

Ökolandbau schützt unsere Ackerböden, verbessert die Aufnahme von Niederschlagswasser und fördert Bodenfruchtbarkeit wie kein zweites Anbausystem. „Auch im Hinblick auf solche positiven Leistungen des Ökolandbaus für unsere Böden ist es unverständlich, dass er im Koalitionsvertrag als Zukunftsmodell der Landwirtschaft nicht vorkommt“, sagt Löwenstein.

Die künftige Bundesregierung müsse, so Löwenstein, mit allen verfügbaren Politikinstrumenten die Umstellung auf diese Wirtschaftsweise forcieren und Ökologischen Landbau sowohl national als auch international als landwirtschaftliches Leitbild etablieren. Das wäre ein wirksamer Beitrag dazu, die Funktionen des Bodens als Wasser- und Kohlenstoffspeicher sowie als Grundlage für die weltweite Ernährung auch für die künftigen Generationen zu erhalten. „Boden muss durch die ökologische Landwirtschaft nachhaltig gebraucht und darf nicht weiter verbraucht werden“, so der BÖLW-Vorsitzende abschließend.

Hintergrund

Böden sind Grundlage für mehr als 90 Prozent der weltweit produzierten Nahrung und ein wichtiger Speicher des Klimagases Kohlendioxid. Die Auswirkungen fehlgeleiteter Landwirtschaftspolitik lassen sich am Boden ablesen: Durch falsche Bodenbearbeitung, hohe Belastungen mit Nitrat oder Erosion ist bereits ein Viertel der nutzbaren Böden weltweit degradiert. Allein durch Erosion gehen jährlich etwa 24 Millionen Hektar Boden verloren. Das entspricht mehr als dem Doppelten der Ackerfläche Deutschlands.

   
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