biokreis
Aktuelles
21.03.2013
Klares Bekenntnis zu bäuerlicher, artgerechter Geflügelhaltung

Mit einem klaren Votum für noch strengere Verbandsrichtlinien hat der Biokreis e.V. auf seiner Mitgliederversammlung am 16. März in Kranzberg bei Freising nun die Konsequenzen aus den Skandalen der vergangenen Monate im Bereich der Erzeugung von Eiern gezogen. Zwar hatten Biokreis-Betriebe weder mit der systematischen Überbelegung von Hühnerställen oder den Bildern von todkranken Legehennen zu tun. Dennoch setzt der Verband nun ein Zeichen und bekennt sich noch deutlicher als bisher zu einer bäuerlichen, artgerechten Geflügelhaltung.

Künftig sollen die Biokreis-Richtlinien verbindliche Obergrenzen für die Gesamtzahl der gehaltenen Tiere sowie eine Bindung an betriebseigene Flächen vorschreiben. So muss ein Geflügelbetrieb zumindest teilweise eigenes Futter erzeugen bzw. den anfallenden Dung auf der eigenen Fläche ausbringen können. Hält ein Betrieb mehrere Herden, so müssen diese technisch eigenständig sein, also beispielsweise über separate Ver-und Entsorgungsanlagen verfügen. Für die Gestaltung des Auslaufs werden detaillierte Angaben gemacht. Um den direkten Bezug des Landwirts zu seinen Tieren zu erhalten, darf ein Betriebsleiter nicht mehrere Betriebe gleichzeitig leiten. Der Verband möchte mit diesem Beschluss der Entwicklung industrieller Strukturen in der ökologischen Landwirtschaft entgegenwirken. Von der Mitgliederversammlung erging der Auftrag an Vorstand und Richtlinienkommission, die beschlossenen Änderungen in die verbindlichen Richtlinien einzuarbeiten. 

Die Anzahl der Biokreis-Betriebe erhöhte sich im Jahr 2012 um 3% von 949 auf 980. Bei der Fläche konnte ein Wachstum von 4% zu einer Gesamtfläche von 38955 Hektar verzeichnet werden. Verglichen mit der deutschlandweiten Entwicklung von 2,6% Betriebszuwachs und einem Gesamtflächenzuwachs von 2,3% fällt die Bilanz für den Biokreis positiv aus, doch stehen diese Zahlen gleichzeitig für eine deutschlandweit problematische Entwicklung, auf die Vorstandsvorsitzender Franz Strobl hinwies: „Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage von ökologisch erzeugten Lebensmitteln geht  immer weiter auseinander. Wenn Bio auch in Zukunft regional sein soll, dann müssen von der Politik die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.“ Die bayerische Initiative BioRegio 2020 ist in diesem Zusammenhang ein schon lange erforderlicher Schritt in die richtige Richtung, dem jedoch noch weitere, auch in anderen Regionen Deutschlands, folgen müssen.

Bild ( v.l.n.r.) Hans Meier, Sepp Brunnbauer, Franz Strobl und Hansjörg BecK (alle Biokreis) mit ORR Leonhard Treffler (2.v.l.) vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium.

   
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