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Aktuelles
06.02.2013
Initiative Bio-Regio Bayern 2020: Wichtiger Schritt zur Ökologisierung der Landwirtschaft

Die LVÖ hat die im letzten Jahr von der Bayerischen Staatsregierung angekündigte Verdoppelung des Ökologischen Landbaus in Bayern bis 2020 und die damit verbundene Initiative „Bio-Regio Bayern 2020“ begrüßt. Die heute von Staatminister Helmut Brunner vorgestellten Maßnahmen setzen erste richtige Akzente, müssen im Konkreten aber noch weiter ausgearbeitet werden.

München, 6. Februar 2013. Seit Jahren besteht eine zunehmende Diskrepanz zwischen der steigenden Nachfrage nach heimischen Bio-Lebensmitteln und der regionalen Erzeugung. Die Initiative „Bio-Regio Bayern 2020“ will mit verschiedenen Maßnahmen helfen, die bestehenden Marktpotenziale besser auszuschöpfen. Die heute der Öffentlichkeit vorgestellten Maßnahmen des Landwirtschaftsministeriums kommentiert der LVÖ-Vorsitzende Josef Wetzstein wie folgt: „Wir begrüßen, dass aus den Ankündigungen zur Initiative „Bio-Regio Bayern 2020“ erste konkrete Ansätze entwickelt wurden. Die Ausgestaltung im Einzelnen wird zeigen, ob die beabsichtigte Zielsetzung einer Verdoppelung des Öko-Landbaus in Bayern bis 2020 mit diesen Vorhaben auch tatsächlich erreicht werden kann“.

Ein wichtiger Meilenstein ist, dass die Bildung zum ökologischen Landbau in allen berufsbildenden Schulen verankert werden soll und neben dem Aufbau von Fachakademien eine weitere Fachschule für Öko-Landbau in Weilheim eingerichtet wird. Außerdem wird in Zusammenarbeit mit den Öko-Verbänden ein landesweites Netz von 70 Vorzeigebetrieben entstehen, das umstellungsinteressierten Landwirten die Gelegenheit bietet, sich „von Bauer zu Bauer“ zu informieren.  
Im Bereich der Forschung ist es von zentraler Bedeutung, dass an der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising ein Kompetenzzentrum Ökologischer Landbau entstehen soll. „Wir erwarten, dass dieses Kompetenzzentrum die Forschungsaktivitäten an der Landesanstalt bündelt und so weiter entwickelt, dass praxisrelevante Forschungsergebnisse entscheidende Impulse für eine Ausdehnung des ökologischen Landbaus geben“, betont Josef Wetzstein.

Neben Bildung und Forschung ist für die Entwicklung zu mehr Öko-Landbau in Bayern eine zielgenaue Agrarförderung notwendig. In diesem Zusammenhang begrüßt die LVÖ, dass die Investitionsförderung für artgerechte Tierhaltung zum 1. Februar 2013 erhöht worden ist und die ökologische Bewirtschaftung durch eine deutlichere Spreizung in den Förderprogrammen stärker honoriert werden soll. „Entscheidend wird sein, dass Bayern nach den Beschlüssen in Brüssel den eigenen Spielraum zur Neugestaltung der Fördersätze so nutzt, dass eine wirksame Spreizung zugunsten des ökologischen Landbaus in allen Programmen umgesetzt wird“, erläutert LVÖ-Vorsitzender Josef Wetzstein.
Auch die angekündigten Maßnahmen im Bereich Marketing, Absatzförderung und Investitionsförderung in der Verarbeitung sowie die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten und die Aufnahme des Schwerpunkts „Öko-Lebensmittel“ am Kompetenzzentrum für Ernährung in Kulmbach werden seitens der LVÖ begrüßt, ebenso Maßnahmen wie die Entwicklung von Bio-Modell-Regionen und die zugesicherten Kontrollkostenzuschüsse für Imker.

Die jetzt zusätzlich für die „Bio-Regio Bayern 2020“ bereitgestellten Mittel von 5,4 Millionen Euro für die nächsten zwei Jahre werden nach Einschätzung der LVÖ bei Weitem nicht ausreichen, die angekündigten Maßnahmen wirksam umzusetzen. „Entscheidend wird sein, dass der Umbau der Agrarverwaltung und der Einsatz der Mittel zur beabsichtigten Verdoppelung des ökologischen Landbau erfolgreich beitragen“, unterstreicht LVÖ-Vorsitzender Josef Wetzstein.


Die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ) ist die Spitzenorganisation der bayerischen Anbauverbände Bioland, Naturland, Biokreis und Demeter. Sie vertritt die Interessen des ökologischen Landbaus in Bayern und über die Anbauverbände rund 5000 Biobetriebe in Bayern. Das sind über 80% der vermarktenden Betriebe in Bayern, die mit rund 175.000 ha 80% der Öko-Fläche in Bayern bewirtschaften.


Abdruck honorarfrei                                                                                   Belegexemplar erbeten
V.i.s.d.P.                                                                        ca. 3.715 Zeichen
Harald Ulmer


Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e.V. (LVÖ)
Harald Ulmer (Geschäftsführer)
Telefon 089/210 209 98





 

 

   
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