biokreis
Aktuelles
26.10.2012
Biokreis ist 1000!

Der ökologische Anbauverband Biokreis e.V. darf sich auch 2012 über weiteres Wachstum freuen: Die Zahl der landwirtschaftlichen Biokreis-Betriebe erhöhte sich dieses Jahr um 50 Betriebe auf 1000. Die Fläche, auf der Biokreis-Landwirte wirtschaften, liegt damit bei knapp 40.000 ha. Zwölf verarbeitende Bio-Betriebe vermarkten ihre Produkte seit diesem Jahr neu unter dem Biokreis-Siegel. Biokreis-Vorstandsvorsitzender Hans Meier: „Es ist kein einfaches Jahr für die Öko-Anbauverbände. Mit den staatlichen Förderungen sieht es, je nach Bundesland, mäßig bis miserabel aus, und die Preisunterschiede zwischen konventionell und bio sind recht gering. Dadurch fehlen den Landwirten die Anreize zur Umstellung bzw. die nötige Sicherheit, die ersten zwei schwierigen Jahre zu schaffen. Umso mehr freuen wir uns, dass sich auch unter eher widrigen Vorzeichen Landwirte mit der Mitgliedschaft im Biokreis zu einer dauerhaft nachhaltigen Wirtschaftsweise entschlossen haben.“ Meier begrüßt die Initiative „Bio-Regio Bayern 2020“ der bayerischen Staatsregierung ausdrücklich, mahnt aber auch an: „Damit eine weit höhere Anzahl von Betrieben als in den vergangenen Jahren auf bio umstellt und so das Ziel erreicht werden kann, die bayerische Bio-Produktion zu verdoppeln, brauchen die Landwirte verlässliche Unterstützung.“

Als 1000. landwirtschaftlichen Mitgliedsbetrieb konnte der Biokreis Anfang Oktober die Ilztalrindranch aus Grafenau im Bayerischen Wald aufnehmen. Max Kölbl, Leiter des 90 ha Mutterkuhbetriebes, auf dem auch noch 20 Pferde und 10 kanadische Präriebisons leben, macht bio aus Überzeugung. Da das Kraftfutter für die Pferde in Bio-Qualität sehr teuer ist, entschloss er sich erst 2012, nach vielen Jahren der teilweisen ökologischen Bewirtschaftung, für eine Gesamtumstellung des Betriebes – notwendige Voraussetzung für die Mitgliedschaft beim Biokreis. „Mir ist klar geworden, dass wir den Markt nicht den vielen halbseidenen Bio-Produkten überlassen dürfen. Die Siegel der Öko-Verbände kennzeichnen die wirklich nachhaltig hergestellten Lebensmittel. Zusätzlich steht der Biokreis für Regionalität, die auch mir sehr am Herzen liegt“, so Kölbl, und auch er mahnt an: „Ohne verlässliche Förderungen und damit Planungssicherheit für uns Landwirte ist der Weg hin zu einem deutlichen Mehr an ökologischer Landwirtschaft nicht zu schaffen.“

   
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