biokreis
Aktuelles
15.07.2017
Biokreis-Jahresexkursion 2017 - Facetten einer wildromantischen Landschaft
 
Quasi zum Ursprung des Biokreis reisten 33 Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern im Rahmen der jährlichen Biokreis-Exkursion. Keine andere dürfte facettenreicher gewesen sein als diese 11. Jahresreise des Verbandes. Kulturelle Highlights, Besuche bei landwirtschaftlichen Betrieben und die besondere Landwirtschaft des Bayerischen Waldes gaben der Sommertour einen ganz speziellen Charakter.
 
Der inspirierende Nepal-Himalaya-Tempel in Wiesent lag auf dem Weg zum Basisquartier in Triefenried. Einst stand dieser Tempel in Hannover, wo er für die Expo 2000 geschaffen wurde. Ein Privatmann kaufte ihn, baute ihn ab und wieder auf. Seither gilt er, eingesetzt in einen riesigen Park, umrundet von Pflanzen aus aller Welt und an einem großen Wasserbecken platziert, als Besuchermagnet. Später  bestaunten die Teilnehmer in Jägerwirth nahe Passau einen mit viel Engagement gestalteten Moses-Bibelgarten. Michaela Mendl, Biokreis-Geschäftsstellenleiterin in Passau, hat diesen Garten gemeinsam mit ihrem Mann im Jahr 2005 gestaltet und gibt seither Führungen. So informierten die Mendls auch die Exkursionsteilnehmer über die Moses-Erzählungen und die jeweiligen Pflanzen dazu. Wanderungen in die Ursprünglichkeit In Passau nutzten viele die Zeit, sich die malerische historische Altstadt anzusehen und das besondere Flair zu genießen. Bei einer Dreiflüsse-Rundfahrt über Donau, Inn und Ilz zeigte sich Passau von seiner Schokoladenseite. Anschließend besuchten die Biokreisler die Geschäftsstelle in Passau und wurden von Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer zu einer Felderrundfahrt auf dem Stelzlhof eingeladen, wo man dann auch im Bio-Wirtshaus zum Fliegerbauer zu Abend aß. Ausgedehnte Wanderungen durch den nahe gelegenen Nationalpark in Bayern und Böhmen schlossen sich an. Der Große Falkenstein (1315m) wurde erklommen, entlang des Arbersees sowie rund um das Haus zur Wildnis bei Ludwigsthal tauchte die Gruppe ein in die Ursprünglichkeit des Bayerischen Urwaldes.

Empfang bei Freunden
Danach ging es über die Grenze nach Tschechien. Das pulsierende Städtchen Krumau, UNESCO-Weltkulturerbe, faszinierte die Reisegruppe durch seine Symbiose von Kleinheit, Gemütlichkeit, Internationalität und Schönheit. Viele ließen sich in einem der Straßencafés und Biergärten nieder und genossen die Aussicht auf die alte Burg oder die Moldau. Folgt man der Moldau, gelangt man an den Moldaustausee, wo die Biokreisler den Bio-Bauern und Fotografen Pavel Štěpánek besuchten. Pavel Štěpánek beeindruckte durch seine Persönlichkeit und sein ästhetisches Gespür, das sich in der Gestaltung seines Hofes zeigt − schlicht, klar, weiß, viel Holz, geschmackvoll. In Scheune und Stall, die während des Sommers leer stehen, zeigt er in wechselnden Fotoausstellungen neben anderen Künstlern auch seine eigenen berührenden Bilder. Der gebürtige Tscheche flüchtete einst aus seiner Heimat nach Köln, wo er die Kunst des Fotografierens erlernte. In Tschechien fing er schließlich noch einmal neu an und wurde Bio-Bauer. Krönender Abschluss: Bei der Familie Sitter, Verbrauchermitglieder im Biokreis und mit ihrer Landwirtschaft in Valtrov am Moldaustausee beheimatet, wurden die Exkursionsteilnehmer herzlichst empfangen und kulinarisch verwöhnt. Wilhelm und Margareta Sitter, Mutterkuhhalter und selbst wiederholt Teilnehmer früherer Biokreis-Exkursionen, bereiteten und verwöhnten die Biokreisler an einer liebevoll gedeckten Tafel mit selbstgebrautem Bier und böhmischen Spezialitäten.

Zu Besuch bei Biokreislern
Betriebsbesichtigungen und fachlicher Austausch in Niederbayern ergänzten das abwechslungsreiche Programm. Die Biokreis-Betriebsgemeinschaft Renfting sowie die Höfe Wandl und Killinger öffneten ihre Pforten und warteten mit Rindvieh, Geflügel und kleinen Wiederkäuern nebst eigenen Produkten auf. Johann Schauer ließ es sich nicht nehmen, im Bauerngarten das traditionelle Lied „Mir san vom Woid dahoam“ auf dem Akkordeon anzustimmen. Daneben stellten die Biokreis-Verarbeiter Biohofbäckerei Gottschaller und Apostelbräu innovative Ansätze regionaler Verarbeitungsstrategien in Sachen Backwaren, Bier und Spirituosen vor. „Das ist der vielseitigste Betrieb, den wir je besichtigt haben“, äußerte sich eine begeisterte Teilnehmerin mit Blick auf Bäckerei, Altbrotverwertung, Kürbiskern- und Sojaanbau im Unternehmen von Biokreis-Vorstand Niko Gottschaller. Zum Abschluss der Exkursion 2017 streifte die Reisegruppe das fränkische Städtchen Volkach und wurde auch hier herzlich von Biokreis-Winzer und -Obstbauer Hermann Dumbsky zur Weinprobe nebst Kellerbesichtigung empfangen.
   
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