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Aktuelles
22.04.2016
Prost ohne Glyphosat!

Mehr als 100 Liter Bier trinkt jeder Deutsche im Durchschnitt jährlich. In allen vom Münchner Umweltinstitut getesteten konventionellen deutschen Bieren wurden kürzlich zum Teil stark erhöhte Werte des Pflanzengifts Glyphosat nachgewiesen. Zum Tag des Bieres am 23. April und zugleich 500. Jubiläum des deutschen Reinheitsgebots weist der ökologische Anbauverband Biokreis e.V. auf den besonderen Wert von ökologisch erzeugten Lebensmitteln hin. „Das Reinheitsgebot gilt für uns, unsere Brauereien und Landwirte bereits auf dem Acker“, sagt Biokreis-Geschäftsführer Sepp Brunnbauer, „mit dem Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger steht für uns der Schutz von Umwelt und Mensch an erster Stelle.“

Politik ignoriert Willen der Bevölkerung
Das EU-Parlament hat sich vergangene Woche für die weitere Verwendung des Unkrautvernichters Glyphosat ausgesprochen. Auch die Bundesregierung befürwortet die Wiederzulassung des umstrittenen Totalherbizids, dessen Marktzulassung Ende Juni in der EU ausläuft. Damit richtet sich die deutsche Politik gegen den Willen der Bevölkerung. Laut Umfragen fordern 70 Prozent der Deutschen ein Verbot von Glyphosat.

Gefahr für den Menschen wird in Kauf genommen
In einer Untersuchung der Bürgerinitiative Landwende, die in der Heinrich-Böll-Stiftung präsentiert wurde, wurden in 99,6 Prozent menschlicher Urinproben Glyphosat-Rückstände gefunden, bei 75 Prozent waren diese mindestens um ein Fünffaches höher als der Grenzwert für Trinkwasser. Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO stuften das Mittel als „wahrscheinlich krebserregend für den Menschen“ ein. Dagegen bewertete die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA Glyphosat als „wahrscheinlich nicht krebserregend“. Die Studien wurden bisher nicht offen gelegt. Angesichts solcher Unsicherheiten ist eine Neuzulassung des Herbizids unverantwortlich.

Ökolandbau macht Pestizide überflüssig
Ungeachtet des Risikos für den Menschen belasten Glyphosat und andere Pestizide unsere Gewässer, tragen durch die Zerstörung von Wildpflanzen sowie der Lebensräume und Nahrungsgrundlagen von Wildbienen und Vögeln zum Artenverlust bei, schädigen Bodenorganismen und damit die Fruchtbarkeit unserer Böden. „Die Entscheidung in Brüssel ist eine Entscheidung über künftige Methoden der Landwirtschaft“, sagt Sepp Brunnbauer. „Der Ökolandbau zeigt, dass innovatives ackerbauliches Vorgehen den Einsatz von Pestiziden überflüssig macht!“

Die Chemieindustrie profitiert
Etwa 40 Prozent der Ackerfläche in Deutschland wird mit Glyphosat behandelt. Die dadurch entstehenden Folgekosten für Umweltschäden und Behandlungen von Krankheiten werden auf die Allgemeinheit übertragen. Dabei profitieren in erster Linie die Chemiekonzerne, von denen sich die Landwirte abhängig gemacht haben.

Ein kühles Helles von den Biokreis-Brauereien
Besonders in den Sommermonaten, wenn viele ihr Feierabendbier im Garten genießen, wird der Bierkonsum wieder steigen. Mit seiner Kaufentscheidung hat der Verbraucher die Möglichkeit, gegen die Politik und für die Umwelt und die eigene Gesundheit zu stimmen. Die bayerischen Biokreis-Brauereien Hofmark in Loifling bei Cham (Landkreis Cham), Trunk in Bad Staffelstein-Vierzehnheiligen (Landkreis Lichtenfels), Thomasbräu in Haselbach (Landkreis Passau), Neumarkter Lammsbräu in Neumarkt (Landkreis Neumarkt) und Stierberg in Obertaufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn) sagen „Zum Wohl“!

   
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