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Aktuelles
10.02.2016
Biokreis gründet Arbeitsgruppe zum Umgang mit Antibiotika

Der Biokreis ist einer von nur zwei ökologischen Anbauverbänden in Deutschland, der eine Liste mit Anwendungsverboten und -beschränkungen für Medikamente in seine Richtlinien aufgenommen hat. Diese Liste gibt es bei Biokreis seit dem Jahr 2014. Nun wird sich eine Arbeitsgruppe mit den Anwendungsbeschränkungen und -verboten auseinandersetzen, sie neu bewerten und überarbeiten. Auch die Möglichkeiten und Notwendigkeiten von Ausnahmen sollen dabei überprüft werden. „Die ökologische Landwirtschaft bietet stets Chancen, sich zu entwickeln und seine Verfahren zu optimieren“, sagt Biokreis-Geschäftsführer Josef Brunnbauer, „wir vom Biokreis wollen mit Rücksicht auf stetige Veränderungen von Veterinärmedizin und Haltungsbedingungen unsere Richtlinien im Sinne des bestmöglichen Tierwohls dynamisch und transparent gestalten.“

Arbeitsgruppe zur Entwicklung sinnvoller Verfahren
Die Arbeitsgruppe wird sich aus Beratern, Mitarbeitern der Qualitätskontrolle, einem Vertreter einer Öko-Kontrollstelle, einem Amtstierarzt und einem unabhängig arbeitenden Hof-Tierarzt zusammensetzen. Außerdem werden je ein Vertreter der Schweinemäster, Geflügelmäster, Legehennen- und Rinderbetriebe dabei sein. Gemeinsam wollen sie unter Berücksichtigung neuester veterinärmedizinischer Standards und gesetzlicher Vorgaben sinnvolle Verfahren für den Einsatz von Antibiotika in der ökologischen Tierhaltung erarbeiten und für den Verbraucher eindeutig definieren. „Ziel des Projekts ist, dass auch in Zukunft möglichst wenig Antibiotika zum Einsatz kommen, unsere Richtlinien jedoch notwendige und nachvollziehbare veterinärmedizinische Eingriffe berücksichtigen und klar regeln“, sagt Josef Brunnbauer. Alternative Heilmittel bleiben für den Biokreis erste Wahl bei der Behandlung von Krankheiten, Antibiotikagaben sollen auf ein Minimum reduziert werden. In der ökologischen Tierhaltung darf ein Tier maximal drei Mal in seinem Leben mit Antibiotika behandelt werden. Nach jeder Behandlung mit Antibiotika verdoppelt sich die Wartezeit bis zur Nutzung des Fleisches oder der Milch.

Ökologische Nutztierhaltung ist die beste
Antibiotika dürfen in der ökologischen Tierhaltung niemals prophylaktisch verabreicht werden. Im Kontrast zu diesem streng begrenzten Einsatz stehen die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erfassten Abgabemengen von Antibiotika: Sie lagen 2014 bei 1238 Tonnen. Von den in den Biokreis-Richtlinien verbotenen Fluorchinolonen wurden 2014 sogar rund 50 Prozent mehr abgegeben als noch drei Jahre zuvor (Quelle: www.bvl.bund.de).Die prophylaktische Behandlung ganzer Tierbestände ist dabei gängige Praxis. Die Antibiotika werden über das Futter oder das Trinkwasser verabreicht. Im EU-weiten Vergleich ist Deutschland ein trauriger Spitzenreiter beim Einsatz von Antibiotika in der Tiermast: viermal mehr als in Österreich und doppelt so viel wie in Frankreich oder UK. Noch mehr Antibiotika werden nur von Zypern, Italien, Spanien und Ungarn verabreicht (Quelle: European Medicines Agency, 2014).

   
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