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19.05.2015
Bayern benennt sieben weitere Öko-Modellregionen - Verbände stehen zur Unterstützung bereit

Gestern hat Staatsminister Helmut Brunner sieben weitere Öko- Modellregionen benannt. Damit engagieren sich bayernweit insgesamt 12 Gemeindeverbünde für die Weiterentwicklung des Ökolandbaus in Bayern und unterstützen die Ziele der bayerischen Staatsregierung, den Ökolandbau bis zum Jahr 2020 von 6,5 auf 13 Prozent zu verdoppeln. „Die Benennung der sieben weiteren Öko-Modellregionen ist ein weiterer wichtiger Meilenstein im Rahmen der Initiative BioRegio Bayern 2020“, so Josef Wetzstein, Vorsitzender der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e. V. (LVÖ Bayern). "Die Gebietskörperschaften wollen an der Ausweitung des Ökolandbaus, der Vermehrung von regional erzeugten Öko-Lebensmittel und an der Verzahnung und Vernetzung im Ländlichen Raum mitwirken. Diese Regionalentwicklung ist ein längerfristiger Prozess, braucht viel Fingerspitzengefühl und Ausdauer. Erfolg schafft man hier nur, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht. Die etablierten Akteure des ökologischen Landbaus und der ökologischen Lebensmittelwirtschaft bieten den Öko-Modellregionen eine enge Vernetzung und Begleitung für ihre erfolgreiche Entwicklung an. Gemeinsam mit der Landesanstalt für Landwirst (LfL) und den Ämtern für Ländliche Entwicklung (ALE) blicken wir Bio-Verbände in Bayern optimistisch in die gleiche Richtung und verfolgen das gleiche Ziel."  Entscheidend hierbei sind engagierte Menschen vor Ort: „Die Menschen in den Regionen vor Ort haben unsere volle Unterstützung! Wir bieten das dazu nötige Know-How, die Expertise und die Erfahrungen“, unterstrich Wetzstein die Unterstützung der Bio-Verbände.

Vor gut einem Jahr wurden die ersten fünf staatlich anerkannten Öko-Modellregionen im Rahmen der Initiative BioRegio Bayern 2020 benannt. Gemeindeverbünde hatten sich mit Konzepten beworben, mit denen sie den Öko-Landbau, den Öko-Markt und den Öko-Tourismus und damit ihre Region
voranbringen wollen. Die sieben neuen staatlich anerkannten Öko-Modellregionen sind: der Landkreis Amberg-Sulzbach mit der Stadt Amberg, das Ilzer Land (Lkr. Freyung-Grafenau und Passau), das Miesbacher Oberland, der Landkreis Oberallgäu mit der Stadt Kempten, die Interkommunale Allianz Oberes Werntal (Lkr. Schweinfurt und Bad Kissingen), der Landkreis Rhön-Grabfeld sowie die Allianz Waldsassengau (Lkr. Würzburg).

Hintergrund
Als staatlich anerkannte Öko-Modellregion konnten sich Gemeindeverbünde mit Konzepten bewerben, die regionale Kreisläufe, den Ausbau des Öko-Landbaus und des Öko-Marktes sowie des Öko-Tourismus fördern. Eine 10-köpfige Jury wählte die sieben Sieger-Regionen aus. Wichtig für die Entscheidung waren Aspekte wie die Erhöhung des Anteils ökologisch bewirtschafteter Flächen, der nachvollziehbare Nutzen für Bevölkerung, Landwirtschaft und die Region, der Öko-Tourismus oder das Engagement in der Umweltbildung.
Die staatlich anerkannten Öko-Modellregionen werden im Rahmen der BioRegio Bayern 2020 Initiative der bayerischen Staatsregierung zur Verdopplung des ökologischen Landbaus bis 2020 gefördert. Hierbei ergreift Bayern verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Bildung, Beratung, Forschung und
Marktentwicklung auf.
 

   
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