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Bionachrichten
April 201701.04.2017
April 2017

Die Kühe laufen gemeinsam mit ihren Kälbern auf der Weide, die Kälber trinken bei ihren Müttern anstatt Ersatzmilch zu bekommen, und die Befruchtung erfolgt auf natürliche Weise. Das sind schöne Bilder einer Landwirtschaft, die auch heute noch existiert − nämlich in der Mutterkuhhaltung. Michael Buhl, Biokreis-Landwirt und Vorstand des Fleischrinder Herdbuchs für Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland, sagt im Interview (S. 26): „Das schönste für mich ist, bei Wind und Wetter draußen unterwegs zu sein und eine große Mutterkuhherde mit vitalen Kälbern beim Grasen zu beobachten. Das sind für mich Urlaubssequenzen im Berufsalltag!“ Schön, so etwas von einem Landwirt zu hören!

Doch ist Mutterkuhhaltung nur was für Genießer und Liebhaber? Oder kann man damit auch Geld verdienen? Wir haben drei Betriebe besucht, die Profis in der Mutterkuhhaltung sind und Wege zur Wirtschaftlichkeit gefunden haben (S. 30). Mutterkuhhaltung passt zu Bio. Warum? Weil sie artgerecht ist, das heißt, dass die Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen ausleben können. Daher sollten wir von ihr lernen, das Positive herausnehmen und versuchen, es zu übertragen auf andere Zweige der Landwirtschaft. Am liebsten isst der Verbraucher Fleisch von glücklichen Rindern, trinkt Milch von glücklichen Milchkühen, isst Eier von glücklichen Hennen. Mit der Ökolandwirtschaft kommen wir diesem Anspruch sehr nahe. Und wie man am Beispiel von Michael Buhl sieht, kann das auch den Landwirt glücklich machen!

Ökolandwirtschaft schafft Zufriedenheit. Bei immer mehr Bauern und damit auch beim Biokreis. Die immensen Mitgliederzuwächse im vergangenen Jahr bestätigen dies und unsere Arbeit. Sie geben Mut, Auftrieb und Energie. Wir verbessern stetig unsere Strukturen, optimieren unsere Richtlinien, gewinnen Personal und stellen damit die Weichen für eine Öko-Zukunft. Die Rahmenbedingungen dafür gibt die Politik vor und im Bundestagswahljahr 2017 liegt es an uns, auch hier die Weichen zu stellen. Um euch Orientierung zu geben, lassen wir in den kommenden Ausgaben die antretenden Parteien zum Ökolandbau sprechen (S. 12). Wir sind gespannt, was sie zu sagen haben.


Eure Ronja Zöls



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